Letzter Antritt genügt

LEICHTATHLETIK: Hakim Hassanzadeh gewinnt Sandhofener Straßenlauf / Auch Birgit Bodirsky siegt

Mannheim. Die Voraussetzungen für das Zehn-Kilometer-Rennen beim 28. Sandhofener Straßenlauf am vergangenen Samstag waren perfekt. Der Regen hatte sich rechtzeitig zum Start des Hauptlaufs verzogen, die Nachwuchswettbewerbe sowie der Volkslauf waren zuvor reibungslos über die Bühne gegangen und trotz der im Vorfeld schlechten Wetterprognose standen knapp 500 Athleten am Start.

"Im Großen und Ganzen können wir damit sehr zufrieden sein, vor allem hatten wir wunderbares Laufwetter", resümierte Armin Friedrich, Leichtathletik-Abteilungsleiter des veranstaltenden TSV Sandhofen. Bei für die Läufer angenehmen Temperaturen ging es um kurz nach halb vier auf die Strecke, die aus zwei Runden à fünf Kilometer bestand.

Schnell setzte sich eine Gruppe aus vier Läufern an die Spitze des Feldes. Hakim Hassanzadeh (Engelhorn Sport Team/ MTG), Marc-Pascal Ehlen (TSG 1849 Deidesheim), Patrick Berlejung (ABC Ludwigshafen) und Matthias Merk (LSG SB-Sulzbachtal) bildeten in der ersten Runde das Führungsquartett, das im weiteren Verlauf ein Spitzenduo wurde. Berlejung und Merk mussten dem hohen Tempo Tribut zollen, so dass Hassanzadeh und Ehlen den Sieg an diesem Tag unter sich ausmachten.

Knapp zwei Kilometer vor dem Ziel fiel die Entscheidung. Der 21-jährige Hassanzadeh verschärfte die Geschwindigkeit nochmals und erlief sich nach und nach einen Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten. Nach genau 33 Minuten überquerte der Mannheimer schließlich die Ziellinie und bejubelte seinen ersten Sieg beim Sandhofener Straßenlauf. "Ich bin überglücklich. Das war einfach super", so Hassanzadeh nach der Zielankunft. Sein Gegner aus Deidesheim (33:14) zeigte sich als fairer Zweiter: "Wir haben heute sehr viel gearbeitet, aber Hakim hat verdient gewonnen." Das Siegertreppchen zum Auftakt des fünfteiligen engelhorn-sports-Laufcup komplettierte Matthias Merk (33:20).

Gegenverkehr vor dem Start

Bei den Frauen triumphierte Birgit Bodirsky (39:43). Sie verwies Josefa Matheis (41:41) und Elke Hamleser (41:47) auf die Plätze. "Wegen der vielen Parallelläufe in der Region waren nicht alle Spitzenläuferinnen dabei. Aber erwartet habe ich den Sieg ehrlich gesagt nicht", zeigte sich Bodirsky nach dem Lauf durchaus überrascht. Matheis haderte dagegen mit ihren Verletzungssorgen: "Meine Achillessehne ist weiterhin entzündet, deswegen musste ich langsamer machen. Insgesamt bin ich mit Platz zwei zufrieden".

Zu Beginn des 10-Kilometer-Rennens hatte sich eine Geschichte aus dem Kuriositätenkabinett ereignet. Wenige Sekunden vor dem geplanten Startschuss bog vom Rhein her ein Autofahrer auf die Startgerade ein, der trotz des Eingreifens der Ordner erst direkt vor den wartenden Läufern wahrnahm, dass er gerade eine überregionale Sportveranstaltung störte. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn der Startschuss bereits gefallen wäre und sich die Läufer-Menge in Richtung des Autos in Bewegung gesetzt hätte.

Bei Kilometer sechs begegnete dem Führungsquartett ein weiteres Auto auf der Stecke. "Da müssen die Veranstalter einfach mit mehr Absperrband arbeiten", meinte Sieger Hassanzadeh. Abteilungsleiter Friedrich versprach bereits für das nächste Jahr Besserung: "Im Startbereich werden wir wohl zur Unterstützung der Helfer einen Polizisten einsetzen müssen. tjw

 Mannheimer Morgen, 07.04.2014

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